Was ist Gewaltfreie Kommunikation?

Die Gewaltfreie Kommunikation wurde von Marschall B. Rosenberg entwickelt. Die in meinen Augen wichtigsten Grundannahmen dieses Modells sind:

Alle Menschen haben dieselben Bedürfnisse und Gefühle. Alles, was wir tun, tun wir, um diesen Bedürfnissen nachzukommen. So unterstellt die Gewaltfreie Kommunikation jedem Menschen für jedes auch noch so fragwürdige Handeln ein sinnvolles Motiv. Rosenberg bezeichnet z. B. Gewalt als einen „tragischen Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses“ und geht davon aus, dass jeder Mensch für die Erfüllung seines Bedürfnisses und nicht gegen andere handelt.

So richten wir mit der Gewaltfreien Kommunikation unsere Aufmerksamkeit nicht mehr auf das Beurteilen und Verurteilen der Handlungen anderer und unserer eigenen, sondern auf die Bedürfnisse, die dadurch erfüllt werden sollen. Das bedarf Klarheit und Ehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber, die man mit den Schritten dieser Methode herzustellen bzw. zu überprüfen lernt. Wir sehen die Handlungen unserer Mitmenschen mit neuen, verständnisvolleren Augen und sind in der Lage, Möglichkeiten des wertschätzenden Umgangs miteinander zu finden, auch wenn wir mit dem Handeln anderer nicht einverstanden sind.

Da uns Menschen grundsätzlich daran liegt, in einer guten Verbindung miteinander zu sein, ist es erforderlich, achtsam mit sich selbst umzugehen, um gut versorgt Achtsamkeit für unsere Mitmenschen aufbringen zu können. Denn wenn Gefühle und Bedürfnisse gehört und respektiert werden, tut jeder Mensch nichts lieber, als zur Erfüllung der Bedürfnisse anderer beizutragen.

Für mich ist die Gewaltfreie Kommunikation ein essentieller Beitrag für eine friedlichere und alles Leben wertschätzende Welt, da sie Liebe nicht mehr nur als ein Gefühl definiert, sondern zu einer Lebenshaltung werden lässt.